Nächtlicher Nachtrag

Habe ich mich eigentlich schon bei Gott für die Gläser bedankt?
Er schenkte mir welche zum Geburtstag 🙂 Das sei hiermit erledigt: Danke Gott.

Ja, Gott ist auch mal ein schönes Thema. Ich rede da selten drüber, weil ich eigentlich nicht denke dass meine innersten Überzeugungen jemanden angehen. Aber Gott gehört definitiv mit ins Repertoire, er ist schließlich ein direkter Nachbar vom Fliegenden Spaghettimonster oder von meinem Freund Cthulhu. Man muss jedoch dazu sagen dass ich Gott und die Kirche in keinerlei Relation sehe. Zu behaupten ein Mensch, ja man selbst gar, könne im Namen Gottes sprechen oder ihn vertreten halte ich, kurz gesagt, für Blasphemie und für eine unglaubliche Frechheit. Ich behaupte ja auch nicht ich wäre die Königin der Pommessalzstreuer, und könnte nun im Namen des heiligen Salzstreuergottes sprechen.
Einmal davon abgesehen dass der Gott, von dem ich etwas halte, ganz bestimmt keinen Gefallen daran fände Verhütung zu verteufeln und AIDS einen besseren Verbreitungsgrad zu gewähren, oder die Gleichberechtigung in einer Weise zu torpedieren und zu ignorieren wie gewisse Kirchen das gerne tun.
Also im Grunde ganz einfach. Gott ja, Kirche nein. Ich habe in meiner Jugend durchaus einige gute Pastoren kennen gelernt. Aber ich denke dass sich die Kirche im Laufe ihrer Existenz einfach bei Weitem zu viel geleistet hat um von mir in irgendeiner Form als schützens-, besuchens- oder lebenswert angesehen zu werden. Ebenso diese ganzen Bibelgeschichten. Das ist doch hunderttausendfach durch stille Post gegangen, und wer das Spiel mal gespielt hat weiß was ich meine. Ich sehe in meinem Gott keinen unsterblichen Dumbledore der mit großen Händchen auf der Welt herummodelliert und Wolken verschiebt. Wie sollte er auch, wie könnte er auch? Ich höre so gerne diese Fragen – „wo war dein Gott, als..[schrecklich grausames Erlebnis hier einfügen]“. Wo er war? Wahrscheinlich da wo er immer ist. Auf Hawaii, am Strand!
Oder vielleicht war er auch genau da! Genau dort wo all die Grausamkeiten stattfinden! Was, wenn er die Grausamkeiten voller Absicht ausgesand hat? Wenn er alles Schlimme nicht bloß erdacht, sondern auf den Punkt genau datiert auf uns los gelassen hat? Nirgendwo steht geschrieben dass Gott sich verpflichtet hätte Menschen in Zuckerwatte zu polstern und ihr Leben wie einen Honigfluß an ihnen vorbei schwabbeln zu lassen. Die Idee dass Gott nur für das zuständig sein sollte was wir als positiv erachten finde ich im hohen Maße diskriminierend. Und wiederum ziemlich dreist, auf Grundlage soeiner Annahme über Existenzen sprechen zu wollen.
Ich kann euch sagen wo Gott immer genau dann ist wenn ihr ihn vermisst. Genau hier. An meiner Seite.

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