Archive for September 2007

„Nachrichten“

26. September 2007

Mein E-Mail Anbieter versucht sich seit längerem daran, mich über die Welt auf dem Laufenden zu halten. Bei diesem doch sehr lobenswerten Unterfangen stellt er sich jedoch etwas ungeschickt an. Die Artikelspanne reicht von Tagespolitik bis Boulevard, aber seltsamerweise werden mir immer nur die wenig relevanten und potentiell interessanteren Artikel angepriesen. Und ich mache immer wieder den Fehler, sie zu lesen.
Heute zum Beispiel kann man erfahren, dass sich zwei Drittel der Deutschen mehr Sex wünschen. Wo wäre ich nur hingekommen, hätte man mir diese Information vorenthalten. Auch erzähl man mir, dass man sich blamiert, wenn man im Chat nicht alle geläufigen Abkürzungen und Smilies auswendig kennt und sofort zuordnen kann. So ein Blödsinn.
Aber zur Sache. Gestern -oder war es schon Vorgestern? – zum Beispiel ging es darum was Paare mehrfach brauchen, wenn sie zusammenziehen. Da wurde also zu einem Urlaub auf engstem Raume angeraten – und danach sollte der Herr zu seiner Freundin fahren, die dreckige Wäsche im Koffer und seine Haare im Abfluss lassen, und sich am Ergebnis dieser Versuche orientieren, ob es sinnvoll sei, zusammenzuziehen. Da fragt man sich doch ernsthaft – was erwartet der Schreiberling denn bitte von einer Frau? Dass sie dem Kerl hinterher putzt, oder dass sie es genauso hält und alles zusifft? Sehr witzig.
Die einzig vernünftige Reaktion wäre, seinem Freund in den Hintern zu treten, damit er mit diesem kindische Verhalten aufhört und seinen Dreck selbst wegmacht. Und als nächstes kommt das Computerverbot. Nicht dass der Herr sich noch mehr solchen Unsinn anliest.
Kopfschüttelnd,
Rabenfeder

Rollenspiel

10. September 2007

Lange lange ist es her…
Hin und wieder – nun, eigentlich recht oft – spiele ich unterschiedlichste Rollenspiele. Im Bereich von Pen&Paper habe ich eine wunderbare DSA Gruppe, und eine genausoschöne Call of Ctulhu Runde.
Ich kann mich über beide nicht beschweren, die Teilnehmer sind ebenso angenehm wie die die jeweiligen Meister, und es ist jedesmal wieder eine Freude.
Mit dem Liverollenspiel(Larp) habe ich noch nicht begonnen, es hapert noch an der Ausrüstung. Aber darauf arbeite ich hin.
Nun gibt es aber noch eine, sehr gängige, Art des Rollenspiels. Das Textrollenspiel, häufig in Foren oder Chats ausgetragen. Alles, was der Charakter tut, fühlt, ausdrückt, schreibt man sich, um so eine lebendige Geschichte zu weben.
Das war die erste Form von Rollenspiel, mit der ich je in Berührung gekommen bin, und es ist mittlerweile auch schon ein paar Jahre her, dass ich damit angefangen habe.

Nun kann man ja – ich weiß selbst, was für Texte ich damals verbrochen habe – von einem Anfänger nichts erwarten. Aber dennoch sinkt die schriftliche Qualität der Spiele die ich miterlebe stetig. Es ist eine Sysiphosaufgabe, einen guten Rollenspielpartner zu finden. Und dann lass den mal online sein, wenn du es bist. Von wegen.
Das meiste was sich mir zur Zeit auftut sind 2-Satz-Plays, wenn überhaupt. Und es ist grausig, nach einem, mit Hingabe verfasstem Intro, so eine kurze, meist noch ungeschickt formulierte, Antwort zu bekommen. Für mich ist das jedesmal wie ein Schlag.

Ich selbst habe auch lange gebraucht, um mich zu steigern, aber die meisten versuchen es nichteinmal. Ich selbst habe all mein rollenspielerisches Können nur durch die unerschöpfliche Geduld eines wunderbaren Spielers gelernt, der sich leider meinen Kontakten entzogen hat. Aber ich habe mich stets bemüht.

In der Hoffnung, noch vor der Fahrstunde ein Rollenspiel zu erwischen,
Rabenfeder