Archive for Juli 2007

Der Mangel der Staatsdiener

29. Juli 2007

Die Welt weint – es gehen die Beamten aus.
Das es an Nachwuchs im öffentlichen Dienst mangele, schrieb unsere Zeitung, und das der Herr Innenminister sich darum sorgt, wie man die klügsten Köpfe in den Staatsdienst bekäme.
Die Antwort ist einfach: Gar nicht.
Wer will schon für einen solchen Staat arbeiten? Wer will schon seine Seele an launische und dilettantische Politiker verkaufen? Persönliche Rechte aufgeben? Nichteinmal mehr Streiken dürfen, wenn der Lohn oder das Arbeitsumfeld beschnitten werden? Und das für einen – mittlerweile – teilweisen Hungerlohn?
Zu behaupten einem denkendem Menschen könne so ein Fehler kaum unterlaufen will ich mir nicht herausnehmen, aber ich frage mich doch sehr was sie dazu bringt.
Und ebenso frage ich mich, wie der verehrte Herr Schünemann es anstellen will das Volk zu motivieren für seine offenkundig unfähigen Staatenlenker zu arbeiten.

Dazu sei gesagt, dass ich selbst bis zu meinem 15ten Lebensjahr das eine und einzige Berufsziel einer Karriere bei der Polizei verfolgte.
Bis ich, in ebendiesem Alter von 15 Jahren, erfuhr was mein Traum alles mit sich brachte. Nicht, dass ich auch nur ansatzweise die erforderlichen Noten mitgebracht hätte – aber zugerne hätte ich bis zu einem Tag X bei der Hundeführer- oder Reiterstaffel gearbeitet.
Warum? Nun, ich wollte mit Tieren arbeiten – und Tierpfleger oder ähnliche Berufe kamen da schlicht und einfach nicht in Frage.
Ausserdem wollte ich ewas sinnvolles tun, Menschen schützen die schutzbedürftig sind.
Aber das ist einfach nicht das, was mich im Polizeidienst erwartet hätte, weshalb ich mein lang gehegtes Ziel fallen lies.

Nun, Herr Schünemann, überdenken sie das System der Beamten – und vielleicht kann mit drastischen Änderungen doch noch etwas gerettet werden.

Und es geht weiter…

21. Juli 2007

Genug gejammert. Meine Schlafreserven sind wieder ansatzweise aufgefüllt, ich hab heut Zeit gehabt und ich verplane mehr und mehr meine Ferien. Und ich hab einen Termin zum Mathe lernen, yeah!
Ich bin munter dabei Webseiten zu reparieren, verbessern und so weiter.
Fehlt mir nur noch ein Kontaktformular.
Alles ist toll.
Dienstag gehts zum AK gegen Studiengebühren.
Die Welt ist schön.
Ich bin durcheinander, wuselig und zufrieden.
Gute Nacht liebe Welt.

Die Ruhe vor dem Sturm

20. Juli 2007

Ich bin fertig. Seit knapp einer Woche habe ich nicht mehr genug Schlaf bekommen.
Heute Morgen musste ich um 5 raus, da ich meinem Freund eine kleine Geburtstagsüberraschung vorbereiten wollte.
Seit 8 Uhr habe ich gearbeitet, um 17:45 war ich etwa zuhause.
Lang ist das nicht her. Müde bin ich.
Ich will nur zocken und ins Bett. Aber 3 Töpfen wünschen sich ausgewaschen zu werden, min Hund fordert sein Recht ein und mein Freund feiert Geburtstag. Vor Montag werde ich nicht den nötigen Schlaf bekommen..

Nachruf der Zeit

18. Juli 2007

Und kaum wars gesagt, da wars vergessen.
Anstatt in aller Seligkeit endlich meiner Entspannung entgegenzuwirken, habe ich eine weitere Homepage komplett umgebaut und online gestellt. Nein, das war nicht viel Arbeit.
Aber jetzt verbleiben mir kaum mehr 25 Minuten, bis mein Freund hier Einzug hält.
Das ich mich nicht darüber freue kann man nicht sagen – doch es gibt Momente – dieser gehört dazu – da schätz man es doch, einfach etwas Zeit mit sich selbst verbringen zu dürfen.
Mir ist dies in letzter Zeit nur selten gewährt.
Zu selten.
Und meine Ruhe ist dahin.

Dem Abend

18. Juli 2007

Ein langer Tag ist vorbei. Völlig übermüdet begann er um 6, und nach viel zu viel harter Arbeit findet er nun in diesen Zeilen und einer Runde Ultima Online seinen Ausklang.
Und das war mein Tag:
Nach der Flucht von ‚Fast-Zuhause‘, ein leckeres Schokocroissant schon im Bauch und noch einen sanften Kuss auf den Lippen ging es direkt zur Schule, mit einem gemütlichen Klassenfrühstück und anschliessender Zeugnisausgabe. Es war etwa 9:30. Ins Sekretariat, zum Drucker Nr.1, feststellen dass dieser nicht funktioniert, zum Drucker Nr.2, feststellen dass der eine Karte will. Was für eine Karte? Nachdem ich es wusste, war klar: Das ist viel zu teuer. Also, zur Lehrerin zurück, Karte geborgt, wieder hoch, Zeugnisse kopiert, wieder ins Sekretariat. Zeitgleich einen Kumpel die Karte zurückbringen lassen.
Viel Zeit im Sekretariat verbracht, dann innerhalb von 10 Minuten alles geklärt und für ein paar Stationen in die Bahn gehüpft.
Weiter gings zum Aufbau für unser Ferienprojekt. Gegen 17:30 wurden wir auch hier entlassen. Weiter ging es -inzwischen todmüde- in die Stadt, dem Liebsten sein Geburtstagsgeschenk kaufen. Nachdem ich feststellte das mein Geld für weitere Besorgungen nicht ausreicht ging es ab nach Hause. Dort Zeugnisse abgeheftet und die Wäsche aufgehangen. Ausserdem kurz telefoniert. Nun noch ein Logo gemacht und eine Homepage hochgeladen.
Ich bin müde. Furchtbar müde. Aber eine Runde Ultima ist noch drin. Es ist zulange her, dass muss sein.
Und Morgen – hach, was freu ich mich – geht es um 5:30 weiter.
Prost und hoch die Tassen!

Er hat Jehova gesagt!

17. Juli 2007

Was tun, wenn man nichts zu tun hat?
Richtig. Filme gucken. Und zwar viele. Nacheinander. Mit maximal 10 Minuten Pinkelpause.
Und zwar diese: Das Leben des Brian, Butterfly Effect, Zoolander und einen 50er Jahre Fernseh-Mitschnitt zum Thema Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.
Irgendwann, das dürft ihr mir glauben, wird das verdammt langweilig, obwohl es sich über 2 Tage verteilte.
Nunja.
Heute gilt es noch einen Hund zu bespassen, den Freund ins Unikino zu begleiten und selbigem sein (pssscht!) Geburtstagsgeschenk zu kaufen.
Er quengelt schon.
Tue ich ihm mal den gefallen und bin fertig.

Später

14. Juli 2007

Es ist später. Meine Laune ist rapide gesunken und müht sich gerade von einem Tiefpunkt hochzukommen. Niemand da, den ich um mich haben will, dafür aber jemand den ich gerade gar nicht da haben will.
Klingt gemein, ist es auch, aber nur für mich.
Ich hasse mein Handy. Meine Blödheit auch.
Finntroll läuft. Wunderschön.
Wer hat eigentlich mein Passwort gefressen? Ich weiß genau dass es richtig ist, aber Mr. Besserwisserprogramm kann das ja wieder nicht einsehen.
Ich will ein weiteres Zimmer. Eins, in das nie jemand hineindarf, niemand, ausser mir.
Es müsste eine wunderschöne Einrichtung haben, derer alleine ich mich erfreuen dürfte. Es wäre mein Ort der Ruhe, ein Ort der mir ermöglicht völlig mit mir selbst allein zu sein. Ein Ort, er mir die Sicherheit zurückgibt, die das Leben mir nimmt.
Mir ist langweilig, aber ich will nichts sinnvolles tun. Brötchen könnte man holen…aber das hiesse Kontakt zu Menschen, und bis auf wenige Ausnahmen will ich das momentan wirklich nicht.

Aber wie erklärt man das plausibel seiner Familie? Am besten gar nicht.
Ich gehe Brötchen holen. Und dann stehle ich die Zeitung und verkrümmel mich mit ihr nach Nirgendwo.

06:24 in Deutschland

14. Juli 2007

…und kein Knoppers weit und breit.
Dafür Kaffee. Ich hasse Kaffee. Und trotzdem habe ich ich der Summe schon eine ganze Tasse von dieser Plörre heruntergewürgt. Gut, ich habe mit reichlich Milch und Zucker geschummelt, aber ohne wäre es ja noch schlimmer.
Warum das Ganze?
Nunja, wenn man seinen Führerschein haben und behalten will, sollte man hin und wieder seine Kenntnisse in Erster Hilfe auffrischen. Und das gedenke ich heute zu tun. Dummerweise ist der Kurs um 8 Uhr – und am anderen Ende der Stadt.
Eleganterweise war ich vorhin/Gestern auch noch weg. Tanzen, was man Freitags eben so tut. Etwa um 5 waren wir wieder zuhause, und ich beneide meine Freundin, dass sie nun in meinem Bett liegen und schlafen darf. Wenn ich wieder nach Hause komme schlafe ich auch. Und zwar vermutlich bis Morgen.
Die Musik war wirklich gut. Nur viel zu laut. Mein Ohr tut weh.
Ausserdem war der DJ gut drauf – der hat uns allen ernstes ein paar CDs geschenkt. Das war echt mal heiß.
Schon 30. Ich sollte mich bald auf die Socken machen, sonst komm ich noch zu spät.
Und im Übrigen brauche ich ein neues Handy.
Eines, das im Stande ist, Anrufe korrekt entgegenzunehmen, ohne wie blöde weiterzuklingeln, bis man zum Akku greift. Und eines, das noch alle Tasten hat.
Uh, Linkin Park läuft. Die Metal Szene wird mich hassen, aber ich komme nicht umhin zu sagen dass ich ihre Musik durchaus mag.
Aber zum wachwer..bleiben…brauch ich was härteres.
Hoffentlich bleibt es so warm. Dann wird Morgen im Frauenteam gejuggert.

Ich mag gar kein Knoppers.

Politisch?

11. Juli 2007

Erinnert Sie sich noch jemand an die Zeit, in der Palis(sogenannte „Palästinensertücher“) eine politische Botschaft hatten?
Dem einen sollten sie Solidarität mit den Palästinensern ausdrücken, anderen blos Autonomie. Doch sie hatten eine Aussage.
Und wissen Sie noch, als zerrissene Hosen, bunt gefärbte Haare und Chucks für Punk, Wiederstand und eigenes Denken standen?
Irgendwelche Modeerscheinungen, angetrieben von populär Kiddies wie Tokio Hotel, haben dazu geführt dass man an Wänden ‚Hiphop rockt‘ lesen kann, dass Baggieträger ihre Hosen säuberlich aufgeribbelt kaufen, dass Palis, bunte Haare und all diese damaligen Symbole für Freiheit nun an der jeder Ecke und versehen mit einem teuren Markennamen zu bekommen sind.
Aus ernstgemeinter Symbolik denkender Bewegungen sind im Laufe der Zeit Modeartikel geworden, stumpf und ohne Aussage. Punk, Gothic, „Anderssein“ ist in.
Doch wo unterscheidet sich die ganze schwarzbunte Individualität noch vom Ursprung?
Äusserlich nur noch selten.
Doch auch innerlich sind die wenigsten noch an irgendetwas interessiert.
„Politik? Wozu’n das?“
Dieser Spruch ist nicht seltener als in den Generationen vor dieser, doch in dieser wird immer mehr politische Aussage geheuchelt. Nehme man zum Beispiel den netten jungen Herren mit dem großen roten Anarchiezeichen auf der Brust. Nur im seltensten Falle kann er das Wort Anarchie noch als etwas anderes als ‚Keine Gesetze‘ beschreiben.
Oder das Mädchen in meiner Klasse. Eine Mischung aus bösem Punk und billiger Mode, den Klamotten nach. Auf ihrer Kampftasche sammeln sich zahllose Buttons. Einige zeigen Anarchiezeichen, auf anderen steht ‚hate‘, ‚love‘, ‚cool‘. Hat das noch irgendetwas zu sagen?
Gegen Nazis sei sie, ja, das sagen alle. Aber ansonsten beläuf sich auch ihre politische Bildung gegen Null.
Ich finde das traurig.

Ich muss sagen dass auch ich bin nicht bestens gebildet bin. Wenn man mich fragt in welchem Jahr Hitler umkam, muss ich Wiki fragen. Desgleichen mit dem Mauerfall, oder der Gründung der Weimarer Republik.

Aber dafür weiß ich dass es diese Ereignisse gab. Und welche sich wo heute zu wiederholen drohen. Wieso tragen soviele Menschen Zeichen mit sich herum, von denen sie nicht die geringste Ahnung haben?

Für mehr Politik in den Köpfen.

Aktion UBERWACH!

Alp- und Träume

11. Juli 2007

Ich träume in letzter Zeit viel und seltsam.
Mit einer Deutung dieser verworrenen Bilder habe ich es noch nicht versucht.
Ich träume vom Rauchen,(ich bin militante Nichtraucherin) von Gewalt, von Chikomo(ein Fuchswallach), von Unterdrückung und Abhängigkeit. Von Hunden und vom Leben im untersten Milieu.
Ich glaube ich träume viel Unsinn.
Aber ich finde sowohl Ängste als auch Wünsche in diesen Träumen.
Gewalt ist ein Zweischneidiges Schwert. Ich habe anderthalb Jahre Karate Do hinter mir, bis ich aus Zeitgründen aufhören musste. Ich hatte nie viel mit Gewalt zu tun, nicht familiär, nicht in der Schule, nirgends. Aber ich wollte immer darauf vorbereitet sein, wenn einmal unausweichliche Gewalt auf mich zukäme, denn ich bin nicht unbedingt scheu, und es wundert mich fast, dass ich bislang sowenig Gewalt für meine freien Gedanken kennen gelernt habe.

Das Pferd, Chikomo, ist ein altes Rennpferd. Ich habe ihn während eines Praktikums kennengelernt, und er verkörpert für mich einen Traum von Tier. Ich weiß nicht ob er noch lebt, aber er ist mein Symbol aller Pferde.
In dieser Funktion hatte er einen Vorgänger. Einen braunen Hannoveraner Wallach, der seit langem tot ist. Ich glaube sein Name war Snoopy, aber meine Erinnerung ist zu schwach.
Sicher träume ich von Chikomo, weil er mir fehlt. Und weil es seit Jahren mein Wunsch ist, wieder zu reiten. Eines Tages werde ich ein eigenes Pferd haben.
Irgendwann.

Ich glaube ich habe ziemlich oft ‚ich glaube‘ in diesem Text verwendet.