Best Of Miese Handyfotos

6. April 2016

Nur, um den letzten Beitrag nicht ganz ohne weitere Worte stehen zu lassen:
Der Tumor im Bein der Laus wurde herausgeschnitten, es ist ein Fibrosarkom. Einer von der Sorte die garstig ist, aber langsam streut. Wir könten Glück haben. Weiß man aber nicht. In jedem Fall ist es ab jetzt ein Zeitspiel.

Um diese Zeit jedoch sinnvoll zu nutzen werden Laus und ich demnächst ein paar Videos für Euch, verehrte Leserschaft, drehen.
Vorher, sozusagen als Einstimmung, gibt es aber noch etwas, dass ich schon lange mal los werden wollte. BEST OF MIESE HANDYFOTOS!
Die Compilation des Todes, sozusagen. Here we go, viel Vergnügen:

1337er:

Mause-Sammlung:

Verband-Laus gegen den Rest der Welt:

Piraten:

Stickeralbum:

Hochschule Hannover:

Romantik:

Damals in Upahl:

Und damit sind wir auch schon durch. Ich hoffe Ihr hattet Spaß. Ich hatte welchen 🙂
Gute Nacht
Eure Schlaflara

Shit

18. Februar 2016

Ich erzähle gerne dass sich die Geschichte meines Hundes ganz gut in einem einzigen Satz zusammenfassen lässt: „Ein Hund der getreten wird“. Nicht gerade die Logline mit der sich ein 5 Millionen Dollar Filmbudget eintreiben lässt, auch weil sie wesentliche Teile unterschlägt. Auf die will ich heute genauer eingehen.

Es stimmt das kein Monat vergeht, ohne das irgendwer – und sei ich es selbst – meiner Laus auf die Pfoten tritt. Das liegt zum einen daran dass sie so klein und leise, sprich unauffällig ist, und zum anderen daran dass sie gerade mir mit Vorliebe im oder in den Weg steht, sitzt, liegt oder läuft.

Aber natürlich ist es damit nicht getan. Auch sie selbst hat schon zu Welpenzeiten keiner Scherbe widerstehen können. Und als einmal just ihre letzten 6 Wochen Leinenzwang zwecks Wundheilung am Bein (wo sonst?) um waren, rannte sie mir beim ersten Ballwurf mit vollem Galopp in eine halbe Weinflasche. Und genauso flugs mit dem Ball zurück. Wie enttäuscht sie war dass ich sie den ganzen eilig angetretenen Rückweg über trug (die Blutspur sah man Wochen später noch), anstatt weiter zu spielen!

Die Verletzungen die sie in den letzten 12 Jahren an ihren Pfoten und Beinen hatte kann ich kaum zählen (auch wenn ich noch genau weiß welcher der drei Bisse wo saß und mich nur allzu gut an den Kreuzbandriss erinnere), wohingegen ich alle anderen Erkrankungen mit denen sie zu tun hatte an genau einer Hand abzählen kann (Allergie des Todes, gutartiger Gesäugetumor, Bindehautentzündung, Gebärmutterentzündung).

Es ist folglich nur konsequent dass gerade ein Sarkom am Bein sie umbringen könnte.

Remember Shit Day Contest? I win.

Would you be…

15. Februar 2016

ballantine

Ich weiß, ich weiß, ich bin spät dran. Aber ich hatte noch ein paar Abgaben fristgerecht fertig zu bekommen (Fuck YEAH!) und mal gerade eben die letzte Abgabe vor dem Bachelor einzureichen. Wenn ch das jetzt nicht massiv verkackt habe bin ich damit scheinfrei.

Back to BB8! Got it? Valentine? Ballantine? Es lag so wunderbar nahe, Ballroboter, Kommerzkitschtag und Whiskey zu kombinieren, dass ichs echt nicht abwarten konnte dieses Mach… Meisterwerk fertig zu stellen, nachdem ich nun eh die ganze Nacht am Sounddesign saß.

Und jetzt mehr Liebe für alle! Und Whiskey! So romantisch! 😀

BB8 gehört Disney, das Bild gehört mir 😉

Shit Day Contest

10. Februar 2016

Heute war kein schöner Tag. Er fing schon viel zu früh an. Okay, ich kam aus dem Bett, und auf der Morgenrunde hatte ich auch noch eine schöne Begegnung. Und sogar die Ärztin war nett. Aber als ich danach einen DVD Rohling kaufen wollte fauchte mich eine Frau an weil ich ihr lächelnd Platz gemacht hatte damit sie durchkam. Wtf? Sie hörte auch eine ganze Weile nicht mehr auf garstig zu sein, obwohl ich bestimmt 5 Minuten freundlich blieb, und sie dann auf /ignore setzte. Trotzdem sehr schräg. Ob sie wohl nett gewesen wäre wenn ich sie geschlagen hätte?

Kaum zuhause wollte dann auch die Ratte hinaus, nur um auf dem Heimweg wieder in 1/4 km/h zu verfallen. Es fällt mir immer schwerer entspannt mit ihr raus zu gehen. Sie hört mich schlecht, sie kläfft viel sobald andere Hunde da sind wo wir spielen, sie rennt wie eine Bekloppte jedem Ball nach, kann aber auf dem Heimweg nur noch gaaanz langsam gehen. Und für das Einzige was noch halbwegs zuverlässig klappt – das an den Straßen warten und sie erst auf Kommando überqueren – motzte mich heute die zweite alte Frau an. Die Laus und ich laufen nicht immer perfekt synchron – sie kam vor dem Bagger auf der anderen Seite an, ich dahinter, und sie trappte ganz gemütlich weiter zu mir. Der alten Frau die sie dabei beobachtete war soviel Selbstständigkeit offenbar ungeheuer, und sie fuhr mich an ob ich keine Leine hätte. Da ich tatsächlich keine dabei hatte gab ich ihr ein sowohl freundliches als auch ehrliches „Nein“ zurück, was sie mit einem fluchenden „Das ist traurig!“ und weiterem Murmel-Fluchen in abgewandter Richtung quittierte. Was ich traurig finde sind Menschen, die völlig unreflektiert für sich entscheiden dass Hund und Strick untrennbar zusammengehören und mir damit auf die Nerven gehen wollen. Denn auch wenn ich es sie in der Regel nicht spüren lasse: Es klappt.

Was denkt ihr Euch eigentlich? Das ich jeden freien Moment in eine gute Erziehung und ein adäquates Benehmen meiner Laus investiere nur um sie dann den ganzen Tag an einer Leine auf 1/2 m hinter mir her zu schleifen?! Das ich ihr beibringe fremde Menschen nicht zu belästigen damit ihr mich besser belästigen könnt? Das es mich interessiert ob ihr es „falsch“ oder „schlecht“ oder „gefährlich“ oder „mutig“ oder „traurig“ findet dass mein Hund – der trotz zunehmender Unzulänglichkeiten des Alters noch immer bessere Sitten an den Tag legt als die meisten Menschen – auch 5 Meter hinter oder vor mir schnüffeln darf? Falsch gedacht.

Mein Hund darf die Straße überqueren, ohne angebunden zu werden. Warum? Aus demselben Grund wie er überhaupt ohne Leine an der Straße laufen darf: Kein Kind ist so straßensicher wie mein Hund. Denn anders als Kinder wartet sie an jeder Kante. Und übertritt sie nicht ohne Signal. Ja, auch nicht wenn da ein Hund ist. Oder ein Steak. Oder ich den Ball werfe.

Und es ist mir auch scheißegal ob ihr es in Euren Autos eilig habt. Ich gehe Euch nicht aus dem Weg wenn ihr mal wieder mit 50 durch die 30er Zone rast und den kleinen Hund übersehen wollt der da ein paar Schritte hinter mir läuft. Nein, ich böse Frau bleibe einfach stehen und gebe ihr Körperdeckung. So wie ihr das hoffentlich auch für Eure Kinder tun würdet. Und im Übrigen: Da ist 30!

Seit ich einen Hund hatte musste ich immer entscheiden ob ich auf die Bedürfnisse meines Hundes oder die Bedürfnisse meiner geschätzten Mitmenschen Rücksicht nehme. Und es tut mir Leid: Ihr verliert. Immer. Denn es ist Euch nie genug.
Hebe ich die Kacke auf, steht Euch der blöde Hund auf dem Fußweg im Weg. Lasse ich die Kacke in der Dreckecke liegen bei der ich in drei Haufen getreten wäre bis ich „meinen“ erreicht habe ist es auch nicht recht. Überquert die Laus auf Kommando die Straße, ist das verantwortungslos. Passieren wir, ohne dass der Hund Euch eines Blickes würdigt, flucht ihr über die fehlende Leine. Weichen wir aus damit ihr Platz habt tretet Ihr auf die kleinen Pfoten. Ich habe genug von Euch.

Der nächste Mensch der mich anfährt dass mein Hund gefälligst „an der Leine/woanders/nicht so langsam/nicht so gut gelaunt“ zu laufen habe, ohne auch nur die geringste Veranlassung aka Fehlverhalten des Hundes (oder wenigstens eine Gegend mit Leinenpflicht) zur Grundlage zu haben, kann sich vorsehen. Ich war lange genug freundlich. 12 Jahre war ich nett wo immer es ging, immer zuvorkommend, immer höflich. Ihr wolltet es nicht so. Gut. Dann werde ich jetzt auch mal laut, auch mal ausfallend, auch mal bedrohlich.

Ihr dürft mir glauben dass ich das kann. Und wenn ihr es mir nicht glaubt: Kommt her und traut Euch.

Easter Egg

2. Februar 2016

Ich hab ein wenig was getan hier – und ab sofort gibts Laracoa fhtagn auch mit Easter Egg 😉 Die ersten Drei die es finden bekommen ein Bier von mir ausgegeben, oder wahlweise eine Apfelschorle.

Kleiner Tipp: Es ist wunderschön.

Happy Easter, oder so! 😀

Nachtrag: Alle 3 Biere sind jetzt in festen Händen.. 🙂

Winter aint coming

2. Februar 2016

Neulich, so ungefähr vor 2 Wochen, lag in Hannover tatsächlich mal Schnee. Und das nicht zu knapp. Als verwöhntes Kind musste ich in meinem Leben vor und nach dem ersten Umzug nur selten Schnee schippen. Als ich jetzt vor der Aufgabe stand das plötzlich ernsthaft zu betreiben und dass auch noch mehrfach hintereinander, stellte ich überrascht fest dass ein Leben im Erdgeschoß nicht nur Vorteile hat. Und auch die Laus war vom Schnee alles Andere als begeistert.
Noch vor zwei Jahren ist sie wie eine angestochene Tarantel durch den Schnee geflitzt. Dies Jahr haben Arthrose, Kälte und Streusalz ihr das Leben wirklich schwer gemacht. Sie geriet in eine derartige Winterdepression dass ich mir bereits ernsthafte Sorgen gemacht habe. Jeden Gang bestritt sie mühsam und nie ohne zu humpeln, nicht mal auf ihrem geliebten Geibelplatz war ihr so richtig nach Rennen zu Mute. Dafür hatte sie dann daheim Energie für ein paar Extrarunden mit dem Hai. Alles in allem war sie jedoch unheimlich schlecht gelaunt, was sich sofort besserte, als wir im warmen Münster ankamen. Auch hier machten ihr die Beinchen noch zu schaffen, aber ihr Elan kam auf den ungestreuten Wegen zurück.
Wir sind längst zurück in Hannover, Hannover ist längst zurück über 10°C, und die Laus zurück in guter Stimmung. Dennoch hat sie mich mal wieder stark verunsichert.
Wie immer wenn ich eins ihrer plötzlich auftretenden Altersanzeichen bemerke rechne ich inzwischen damit dass es zuende geht, so auch bei ihrem neuen Winterleiden. Sie schläft in letzter Zeit zudem unglaublich viel. Worum ich sie durchaus manches Mal beneide. Jedenfalls, ich war mal wieder in tiefer Sorge, dass dieser Anblick bald nicht mehr alltäglich wäre:
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Netterweise macht die Laus mir jedes Mal einen Strich durch die finsteren Gedanken – so auch Vorgestern, als sie mal ein sehr deutliches Statement zu meinen Ängsten und Sorgen abgegeben hat. Sie war derartig voller Schwung und Kraft den ganzen Tag, dass es mich nur so mitriss. Sie wollte toben, rennen, und wieder toben. Und zwar jetzt sofort und gleich! So oft ich mir auch denke „Hund, warum jetzt?!“, konnte ich ihrer strahlenden Laune doch keine Sekunde widerstehen. Es tut unheimlich gut bis zur Erschöpfung zu laufen, und sie noch dreimal weiter hinter Ball und Zerrknäuel herlaufen zu sehen. Wir zwei haben es sogar geschafft im letzten Hannover-Schnee noch ein Foto zu machen:
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Ich denke, Herbst kann man sagen. Aber ihren Winter hat sie just mit sprudelnden Lebensgeistern zurück getrieben. Möge ihr das noch oft gelingen.
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Meeting Jar Jars Father

2. Februar 2016

Hey guys, I’m gonna go english on this one, as I talked english half the evening. And actually it just sounds nice.
I visited the Literarischer Salon today, and got to meet Rick McCallum!
Tobias Kniebe was on the podium with him, handling the interview part of the evening. Which was quite funny, especially when they showed clips from films McCallum has worked on, and he was so shocked to see them in the very bad old-projector quality and partially in a very bad resolution too. He explained why they would put so much effort in getting stuff digital back then: Because you really don’t want to visit a regular theater, and see that all the weeks of grading, all the detail you put into every single frame, got lost into a dark mess of a movie because they just decided to let the projector bulb run low to save money. You can’t really do that with a digital projector, so the audience will get what you want them to see by now, and not just a poor copy of it.
After quite an interesting interview-part and a short break, the questions were opened for the audience. A woman in the front rows wanted to know how George Lucas came to the thought of Jar Jar Binks, and Rick explained that Jar Jar was his idea. Which got me quite excited, as I always felt like the only living person who liked Jar Jar (even before the rumors came up).
I mean, u know, right?
Forver Alone Jar Jar Binks Version

But so there we were! Actually two people who liked the Jar Jar 😀 And there were more to come and confess their Jar Jar acceptance. I felt way more home at the event after that 😉
A couple of interesting questions later the event found it’s end with big applause for our guest, and people gathered for talking and autographs. I was up to have a word with Rick anyway, and though I’m not really into this fandom-stuff, I couldn’t miss the opportunity here.
The evening got late when we started on the drinks, and I took the opportunity to get to know some more interesting people who had come to meet Rick too. Time flew fast, and we took a few last pictures before Rick left (well, you gotta proof you met him, right?). I gotta notice here that Tobias Kniebe is quite an interesting guy too. Get ready, roleplayers, I sent him in direction of the Charakterboard when I left 😀

I gotta sum it up as a great evening I’m going to remember. Thank you Rick and all the nice people I met today. You made my day night.
Take care.
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Neuer Header

17. Januar 2016

Dank meiner lieben Jule habe ich jetzt auch einen frischen neuen Header, und kann mit neuem Schwung hier los legen.
Jules Kunstwerke findet ihr übrigens unter chijoke.deviantart.com, ihren Blog zum Thema Rollenspiel (Invited Chase) gibts auch hier bei wordpress 🙂

Danke Jule! Hallo Zukunft! 😀

Deus Ex R2

17. Januar 2016

Filmkritik: Star Wars – Das Erwachen der Macht

Spoilerwarnung!
Die gesamte Handlung des Films wird in dieser Kritik wiedergegeben. Ich rate dazu den Film vor dem Lesen dieser Rezension zu schauen.

Am 17.12.2015 war es endlich soweit – die lang erwartete, und mit ebenso vielen Befürchtungen wie Hoffnungen überhäufte Episode 7 kam in die deutschen Kinos. Viele Erwartungen haben Regisseur JJ Abrams und Writer Lawrence Kasdan erfüllen können – nur eine eigene Geschichte haben sie im Film leider vergessen.

Episode VII setzt ca. 30 Jahre nach Vernichtung des 2. Todessterns(1) an, JJ Abrams beginnt 30 Jahre davor.
Das Imperium ist zerfallen, verschiedene Splittergruppen versuchen die Oberhand in der Galaxis zu erlangen, darunter auch die Erste Ordnung. Geleitet vom Obersten Anführer Snoke setzt die Erste Ordnung auf Gewalt und Zerstörung beim Ausführen ihrer Pläne, und zeigt dabei wenig Rücksicht auf Verluste.
Die früheren Rebellen haben die alte Republik wieder aufleben lassen. Heimlich unterstützt die Republik jedoch eine Organisation die sich „Der Widerstand“ nennt und unter Führung von Leia Organa die Erste Ordnung bekämpft.

Was vertraut klingt, sieht auch vertraut aus. Der Einsatz von CGI bei Kämpfen und Explosionen ist im Vergleich zu den Episoden I-III stark begrenzt, statt rein animierter Alienspezies sehen wir hier detailverliebt gearbeitete Kostüme und Performance Capture(2), wo man an animierten Figuren nicht vorbeikam. Das Gefühl des fernen, aber durchaus glaubwürdigen Star Wars Universums wurde gut getroffen, und lenkt ab davon, dass die Geschichte sich wiederholt.

(1) Dank des Sieges in der „Schlacht von Endor“ kann die Rebellenallianz den Todesstern zerstören.
(2) Performance Capture ist eine Variante des Motion Capture Verfahrens, bei dem Bewegungen so aufgezeichnet werden dass sie für Computer lesbar und z.B. auf 3-D Modelle anwendbar werden. Mimik und Gestik können so sehr realitätsnah dargestellt werden.

Luke Skywalkers Versuch einen neuen Jedi-Orden aufzubauen, ist gescheitert, nachdem sein Schüler Ben Solo sich der dunklen Seite der Macht anschloss. Seitdem lebt Luke im Exil, niemand weiß wohin er sich zurück gezogen hat. Ben Solo, der Sohn von Han Solo und Leia Organa, nennt sich seither Kylo Ren und sucht nach seinem alten Meister, um ihn zu töten. Auch der Widerstand versucht, Skywalker zu finden, um die Chancen im Kampf gegen die Erste Ordnung zu verbessern. Poe Dameron, ein Pilot des Widerstandes, gelangt in den Besitz eines Kartenfragments das den Weg zu Lukes Aufenthaltsort weisen soll. Poe wird jedoch von Kylo Ren erwischt, kurz nachdem er das Kartenfragment in seinem Droiden BB-8 versteckt und diesen fortgeschickt hat. Dem Droiden gelingt die Flucht vor der Ersten Ordnung, und er wird von der Schrottsammlerin Rey gefunden. Mit dem desertierten Sturmtruppler Finn entkommen die drei vom Planeten Jakku, und treffen auf Han Solo und Chewbacca. Gemeinsam wollen sie die Karte zur Basis des Widerstandes bringen, werden jedoch von der Ersten Ordnung entdeckt und attackiert. Rey wird von dieser, unter Kylo Ren, gefangen genommen. Han, Chewbacca und Finn entkommen mit dem Kartenfragment.

Die neuen Charaktere die Abrams und Kasdan einbringen wirken zwar nicht alle von Beginn an schlüssig(3), bringen jedoch auch die notwendige Portion Zweifel und Unsicherheit mit, die man von jemandem der die Macht nur aus Geschichten kennt erwarten würde.

Die Erste Ordnung greift die Republik an, indem sie deren Regierungssitz samt Planeten mithilfe einer neuen Waffe, der sogenannten Starkiller-Basis(4) zerstört.
Spätestens an dieser Stelle wird klar, dass hier kein neuer Star Wars Teil gezeigt wird – sondern bloß die Geschichte der Episoden IV neu verfilmt wurde. Spektakulär neu verfilmt zwar, aber die Spannung ebbt ab, sobald einem bewusst wird dass man bereits weiß wie es weitergehen wird.

Der Widerstand, der sich bereits auf der Liste der nächsten Ziele weiß, plant die Zerstörung der Starkiller-Basis. Bei der Infiltration der Basis durch Han, Chewbacca und Finn treffen sie auf die entflohene Rey und auf Kylo Ren. Han wird bei dem Versuch seinen Sohn nach Hause zu holen von selbigem getötet.
Während Kylo Ren von Rey in einem Laserschwertgefecht geschlagen wird, gelingt es den Piloten des Widerstandes, die Starkiller-Basis zu zerstören. Rey, Finn und Chewbacca gelingt rechtzeitig die Flucht. In der Basis des Widerstandes entschlüsseln sie die Karte und finden Luke Skywalker.

(3) Wieso sollte eine immer mit dem Hunger kämpfende Schrottsammlerin lieber einen Droiden behalten mit dem sie selbst nichts anfangen kann als ihn gewinnbringend zu verkaufen und endlich mal wieder satt zu sein?
(4) Todesstern 3.0

Es ist traurig, dass sich die Geschichte mühelos derart herunterbrechen lässt, aber besonders im letzten Drittel des Films fällt auf, dass selbst, wenn man Episode VII wohlmeinend als Neuauflage der Episode IV verstehen möchte, etwas essentielles fehlt – die Herausforderung. Ab dem Moment, wo vom Widerstand der grandiose Plan zur Zerstörung der Starkiller-Basis gefasst wird („Wir gehen rein, schalten die Schilde ab und zerstören die Basis“ freies Zitat), wirkt die gesamte Ausführung des Plans nur noch wie ein verlängerter Spaziergang. Um in die verschiedenen Ebenen der Starkiller-Basis zu gelangen braucht es keinerlei Identitätsnachweis oder Zugangscode. Um einen hochrangigen Sturmtruppler zu zwingen die Schutzschilde der gesamten Basis zu deaktivieren braucht es nicht einmal Folter. (Was ist aus der guten alten Indoktrination geworden? Bringt man Leuten im Militär nicht normalerweise bei nicht gleich alles zu tun was jemand mit einer Waffe in der Hand sagt wenn Staatsgeheimnisse oder ultimative Geheimwaffen auf dem Spiel stehen?) Während des gesamten Beschusses der Basis hat niemand auch nur eine Sekunde lang die Idee, die Schilde wieder zu aktivieren? Und selbst der Tod von Han Solo geht völlig unter in den Ereignissen, von denen das einzig bewegende die Rettung von Finn und Rey durch Chewbacca ist, nachdem Rey Kylo Ren bezwungen hat.

Den meisten Kritikern scheint der altbekannte Handlungsstrang (eine Person die ihre Familie verloren hat und allein in der Wüste lebt, stellt fest, dass sie die Macht in sich trägt, unterstützt die Rebellion, hilft die Superwaffe des bösen Regimes zu zerstören und strebt eine Jedi-Ausbildung an) nur wenig auszumachen.

So schreibt z.B. Peter Travers am 16.12.2015 im Rolling Stone: „It’s everything the kid in us goes to the movies for — marvelous adventure that leaves us surprised, scared and euphoric. “

Auch Justing Chang vom Variety Magazin (16.12.2015) stimmte in diesen Lobgesang mit ein: „J. J. Abrams‘ hugely anticipated blockbuster brings welcome jolts of energy, warmth and Excitement back to the biggest franchise in movie history.“

Sogar Peter Bradshaw vom The Guardian (16.12.2015) ist spürbar überzeugt von Episode 7: „JJ Abrams banishes memories of George Lucas’s prequels with this outrageously exciting and romantic return to a world you hadn’t realised you’d missed so much.“

Allen Dreien möchte ich an dieser Stelle heftig widersprechen. Erstens hab ich immer gewusst wie sehr mir Star Wars fehlt (nämlich gar nicht, es gehört glücklicherweise zu meinem Alltag), zweitens ist an diesem Film bis auf die geringe Anzahl an Wischblenden(5) rein gar nichts überraschend(6) und drittens ist die Art von Aufregung die mir der Film eingebracht hat leider nicht unbedingt die, die ich mir von ihm gewünscht hätte.

(5) Ich habe stolze drei Stück gezählt.
(6) Na ja vielleicht noch die peinlich simple Auflösung des Kartenproblems am Ende.

Etwas anders als seine drei Kollegen sieht das Daniel Pook von Golem.de (16.12.2015): „“Echte Sets. Practical Effects“, mit diesem Versprechen zum Beginn eines Making-of-Trailers ließ Luke-Skywalker-Darsteller Mark Hamill vor ein paar Monaten die ohnehin schon hohen Erwartungen an die siebte Star-Wars-Episode noch größer werden. Klassische Handarbeit sollte endlich wiederndie Drehs mit Darstellern in grünen und blauen Räumen ersetzen – ganz nachndem Vorbild der Originalfilme. Und Regisseur J.J. Abrams hat Wort gehalten. Dass der Film trotzdem enttäuscht, liegt an der Handlung.“

Auch Matthias Halbig von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung
(16.12.2015) ist skeptischer: „Das sind nur einige Déjà vus von vielen. Es ist einem, als hätten Abrams und sein Ko-Autor Lawrence Kasdan die ersten drei „Star Wars“-Filme in die Luft geworfen und die Scherben neu zusammengeklebt.“

Die Userkommentare auf den verschiedenen Filmplattformen lesen sich zwar in der Überzahl positiv, kritische Stimmen bleiben jedoch nicht aus. So schrieb z.B. User „TheRanch“ in den Kommentaren zur Kritik auf Filmstarts.de (01.01.2016): „Ich verstehe nicht, wie dieser Film derartig gute Bewertungen erhalten konnte. Beziehungsweise… ich verstehe es schon. Der Film wird und wurde einfach von Leuten bewertet, die [nicht] wissen was Star Wars ist. Die die Filme vielleicht mal gesehen haben. Vor ein paar Jahren.
Die wissen wer Luke ist. Die wissen wer Yoda ist. Die wissen, dass Harrison Ford da mal mitgespielt hat. Die schauen sich diesen Film an, sehen die Effekte, hören die drolligen Dialoge, finden es klasse, dass die alten Schauspieler wieder mit dabei sind. Sehen wie die Guten am Ende wieder siegen. Ein Happy End. 4/5. 9/10. Das ist der Großteil. Nur die wenigsten wissen, welche Farbe Mace Windus Lichtschwert hat. Wer überhaupt Mace Windu ist. (…) Was für einer Rasse Darth Maul angehört. Dass es Jedi-Meister Sifo-Dyas war, der die Erschaffung einer Klonarmee in Auftrag gab. Dass die zotteligen Lastentiere auf Tatooine Banthas heißen.“

Etwas anders sieht das User „Deathworld“ in seiner Kritik auf Filmstarts.de (17.12.2016): „Star Wars – Das Erwachen der Macht bietet alles was ein richtiger Star Wars Fan sich wünscht. Eine tolle Story, großartige Effekte, gute Schauspieler, spektakuläre Action, Nostalgie und das gewisse Star Wars feeling. 1. Eine tolle Story: Damit meine ich nicht, das die Story so atemberaubend ist sondern, dass es JJ Abrams gelingt den Handlungsbogen von EP6 glaubhaft weiterzuführen. Dies sehe ich als große Glanzleistung. 2. Großartige Effekte Man sieht dem Film seine Produktionskosten von ca. 200 Millionen Dollar an, niemals sind die Effekte schlecht animiert. Außerdem gefällt mir besonders, dass JJ keinen overkill praktiziert, sondern auch echte Settings und Masken präsentiert. Das gibt dem Film eine dreckige Note, was wiederum dazu führt, dass es zu EP6 passt. 3. Gute Schauspieler Allen voran Harrison Ford. Er ist Han Solo und lebt diesen. Außerdem wirkt (Schauspielerisch) es als wären keine 35 Jahre vergangen, Harrison Ford macht einfach dort weiter wo er in EP6 aufgehört hat. Gegen diese Leistung kommen die Neulinge natürlich nicht an, sie schaffen es aber eigenständige Charaktere zu kreieren. Besonders die Leistung von Kylo Ren Spoiler: möchte ich aber noch hervorheben, er spielt einen komplett anderen Bösewicht als es Darth Vader war und besonders seine Auftritte ohne Maske gefallen mir sehr. 4. spektakuläre Action Auch die Action kommt nicht zu kurz und fällt durchgehend spektakulär aus. 5. Nostalgie und das gewisse Star Wars feeling Die Nostalgie sprüht nur so in diesem Film und das feeling der EP4 – 6 wird meines Erachtens erreicht. Besonders eine Szene mit Han Solo und Kylo Ren Spoiler: ist sehr dramatisch und bei der letzten Szene Spoiler: des Films bekommt man als richtiger Star Wars Fan eine Gänsehaut.“

Auch wenn den meisten Kritikern die Schwachstelle des Films, die nicht vorhandene eigene Geschichte, durchaus auffällt, bremst das die wenigsten in ihrer Euphorie. Mich leider schon. Auch ich bin mit großen Erwartungen und noch größeren Befürchtungen ins Kino gegangen, aber mich konnte der Film nicht befriedigen. Ich halte es für Augenwischerei, „Remake“ zu sagen, anstatt zuzugeben dass Episode 7 nichts anderes ist als eine simple Kopie der Episode 4, welche hauptsächlich durch ihre optische Schönheit und die manchmal schon etwas zu epischen Walkürenritte von John Williams punkten kann. Die technische Umsetzung bekommt von mir ein gern ausgesprochenes Lob auf allen Ebenen. Die Kameraführung ist angenehm anzuschauen, und vermag durch gezielten Einsatz von Handkamera vs. Stativ-Aufnahmen die Nähe eines persönlichen Gespräches gegen den militärischen Drill der Ersten Ordnung abzugrenzen. Die Schnitte wirken pünktlich und einzig die Star-Wars-üblichen Wischblenden bleiben zu vermissen. Das Lichtspiel, insbesondere der Laserschwerte, gibt dem Film seine besondere Stimmung. Die Gewerke deren Aufgabe die Geschichtsfindung und -tiefe waren, zerschlagen jedoch all den liebevoll aufgebauten Pathos mit Leichtigkeit, als nach all den vorangegangenen Unstimmigkeiten das absolut zufällige Erwachen des Droiden R2-D2 den fehlenden Teil der Karte zu Luke Skywalker offenbart. Ein Deus Ex R2, der erneut schmerzlich darauf hinweist wie gut eine andere, ausgefeiltere Geschichte im technischen Gewand dieses Filmes aufgehoben gewesen wäre.

Weder echte Explosionen noch 35mm Film konnten Star Wars Episode VII retten. Ein guter Writer und ein wenig mehr Mut hätten es gekonnt. Mich hat der Film mit tiefer Unbefriedigung zurück gelassen.

Und Mace Windus Lichtschwert ist im übrigen pink.

Filmtitel: Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht
Erscheinungsjahr: 2015
Produktionsland und Entstehungsjahrs: USA
Regisseur: J. J. Abrams
Länge: 135 Minuten
FSK: 12
Altersempfehlung: 12
Darsteller:
Daisy Ridley: Rey
John Boyega: Finn
Oscar Isaac: Poe Dameron
Adam Driver: Kylo Ren/Ben Solo
Harrison Ford: Han Solo
Carrie Fisher: General Leia Organa
Mark Hamill: Luke Skywalker
Lupita Nyong’o: Maz Kanata
Andy Serkis: Oberster Anführer Snoke
Domhnall Gleeson: General Hux
Gwendoline Christie: Captain Phasma
Peter Mayhew: Chewbacca
Anthony Daniels: C-3PO
Kenny Baker: R2-D2

Fotoshooting mit Arne Paulsen

8. September 2014

Arne Paulsen vermisst seinen Krug
Mr. Paulsen vermisst seinen Rum-Krug…
Vor ein paar Monaten habe ich ein Shooting mit dem weltberühmten (;)) Mr. Arne Paulsen gemacht. Der -ausnahmsweise saubere- Pirat begleitet sonst Mr. Hurley und die Pulveraffen zu ihren Konzerten, bringt ihre Beute unters Volk und heizt das Publikum ein, wenn es sich weigert zu tanzen.
Der Paulsen
Der gute Mister Paulsen kann sehr charmant sein – sofern man Gold oder Alkohol dabei hat und/oder schwer bewaffnet ist zumindest. Ansonsten neigt er nämlich eher zur piraten-typischen Drohhaltung, sofern man ihn nicht mit Schnaps und Schätzen zufriedenstellt. Darum werde ich mich jetzt nämlich wieder auf die Suche nach dem Rum machen, da ich ja doch fürchten muss ihm demnächst nochmal über den Weg zu laufen…
Der Arne will doch nur meinen Rum!
www.arne-paulsen.de