Über’s Rollenspiel
Unter RPG, oder auch Role-playing-game, versteht man einfach Rollenspiel. Dass kann dann ein Computerrollenspiel wie z.B. Diablo oder Ultima Online sein, oder LARP[Live Action Role Play, also Live-Rollenspiel], Pen&Paper(DSA) oder eben Textrollenspiel, welches man vorwiegend in Foren oder Chats spielt. Auf die drei Erstgenannten werde ich nicht weiter eingehen, dafür nun hier eine kleine Einführung ins Textrollenspiel.
Vorweg: Wie der Name Textrollenspiel schon sagt, wird diese Form des Rollenspiel ausschliesslich schriftlich gespielt, was die Deutschnote eines manchen Spielers deutlich anheben konnte.
1. Charakter erstellen:
Wie bei allen Formen des Rollenspiel, braucht man zuerst einen Charakter, den man im Folgenden spielt. Man sollte sich möglichst genau alles über diesen Charakter ausdenken. Wie heisst er, wie alt ist er, welcher Rasse gehört er an, welches Geschlecht hat er, was geschah in seiner Vergangenheit, welche Charakterzüge prägen ihn…etc, etc. Das reale Geschlecht muss natürlich nicht das gespielte sein. Wichtig ist, dass ein Charakter niemals allmächtig oder unsterblich ist – das wäre Powerplay, und Powerplay wird generell ignoriert.
2. Wo spiel ich denn?
Man kann ja recht schlecht alleine spielen. Das heisst, es geht schon, nur ist es ziemlich witzlos. Eine Möglichkeit wäre das Chatrollenspiel, was aber leider teilweise von 1-Satz-Playern beherrscht wird. [z.B. www.worldtalk.de] Die zweite Variante ist das Forenrollenspiel. Es gibt unendlich viele Foren für verschiedene Arten des Textrollenspiel, z.B. Wolfsrollenspiel, Elfenrollenspiel, Clanrollenspiel[hier treffen sich meist verschiedene Rassen in einem Clan oder einer Gilde] und so weiter. Um hierzu ein wenig Überblick zu haben, gibt es Toplisten, in denen die verschiedenen Textrollenspielerforen sich anmelden, um Werbung zu machen.
3. Wie spiel ich denn?
Sehr wichtig ist es, in seinem Charakter zu bleiben. Es ist eine regelrechte Kunst verschiedene Charaktere in gleichen Situationen völlig anders agieren zu lassen, und nicht alle Charaktere gleich sein zu lassen. Es kann nicht nur tolle Charaktere geben – jeder hat Schwächen, auch jeder Charakter. Es ist recht gerne gesehen seine Spielzüge möglichst ausführlich zu schreiben, jedoch kann man es auch übertreiben.
Ein Negativbeispiel: *Die Sonne ging auf, und da stand er auf, um sich umzusehen. Dann trat er aus seiner Behausung um den Wald anzusehen*
Ein Positivbeispiel: *Während sich der feurige Sonnenball langsam an den Himmel erhob, schlug er verschlafen die braunen Augen auf. Sofort erhob er sich von seinem Lager, streckte den zähen Körper und strich, kaum war er auf den Beinen, die Bettdecke glatt. Vor die Tür seines Hauses getreten fuhr er sich mit der Hand durchs Haar und konnte die Augen kaum von der Umgebung reissen, die ihm den Wald im goldenen Glanz des ersten Morgenlichtes präsentierte.*
4. Aaaaattacke! -Kämpfe
Natürlich kommt es auch beim Textrollenspiel hin und wieder zu ernsthafteren Auseinandersetzungen zwischen zwei verfeindeten Charakteren. Manche User sprechen gerne von der angeblichen ‘Regel’, man dürfe keine Charaktere ohne die Einwilligung der jeweiligen User töten. Diese sogenannte Regel halte ich für unsinnig. Im echten Leben kann man sich auch nicht aussuchen ob der Geiselnehmer einen nun erschiesst oder nicht, ob man bei der Schlägerei stirbt oder nicht. Und wenn man seinen Charakter derart provokant spielt dass er angegriffen und eventuell getötet wird, ist man selbst Schuld. Man hätte sich ja auch einen sehr scheuen und ruhigen Charakter erstellen können.
Anders sieht es natürlich aus, wenn der andere Charakter grundlos den eigenen attackiert. Kommt das vor, und der eigene Charakter ist restlos unterlegen, sollte man sich ernstlich überlegen einfach das Spiel abzubrechen.
Wer möchte schon lauter getötete Charaktere haben, die sich völlig friedlich verhalten haben?
© by Laracoa´07